Im Rahmen unserer stetigen Weiterentwicklung in Richtung Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft war das Team von H. J. Weitzel GmbH & Co. KG gemeinsam mit Colin Young (Ten Cate) zu Gast bei TenCate im CTI (Centre for turf innovation) in Nijverdal und bei AGR in Amsterdam. Dort wurde das Projekt RewitAl – Re-Integration hochwitterungsbeanspruchter Altkunststoffe in die Kreislaufwirtschaft – aus Aalen begutachtet.
Warum RewitAl relevant ist
Das Projekt RewitAl widmet sich dem Recycling von Kunststoff-Sportbelägen wie Kunstrasen oder Tartanbahnen. Ziel ist es, nicht nur fachgerechte Entsorgung zu ermöglichen, sondern Materialien in die Kreislaufwirtschaft zurückzuführen – ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Es werden Verfahren untersucht, die eine Weiterverwertung der vielfach verbauten Kunststoffe ermöglichen – statt sie nach Lebensende einfach zu verbrennen.
Unser Besuch vor Ort
Gemeinsam mit Colin Young haben wir uns bei der Hochschule Aalen einen Eindruck verschafft von:
- der Materialanalyse alter Kunstrasen-Beläge
- den Methoden zur Trennung von Fasern, Infill-Materialien und Unterbaukomponenten
- sowie den ersten Ergebnissen, die zeigen: Auch nach Jahren im Spiel- und Witterungseinsatz sind die Kunststoffe noch nutzbar.
Besonders beeindruckt hat uns die praktische Herangehensweise: So kamen etwa Schergeräte zum Einsatz, mit denen Grasfasern entfernt wurden, um eine sortenreine Aufbereitung zu ermöglichen.

Links auf dem Foto Jan Kolijn von AGR, bei dem wir uns herzlich für die Einblicke in die innovativen Recyclingprozesse bedanken.
Für uns als Sportstättenbauer bedeutet diese Partnerschaft und unser Besuch mehrere Dinge:
- Materialwahl und Planung neu denken: Wenn Beläge so gestaltet sind, dass sie später gut recycelbar sind, eröffnet das neue Perspektiven im Lebenszyklus von Sportanlagen.
- Rückbau- und Recyclingfähigkeit wird bei Neubauten oder Sanierungen zunehmend ein Kriterium – nicht nur die Nutzung.
- Verantwortung für den Lebensraum Sportstättenbau: Nachhaltigkeit heißt für uns nicht nur langlebig bauen, sondern auch Reststoffe und Rückbauprozesse mitdenken.
Wir werden die gewonnenen Eindrücke gemeinsam mit unseren Partnern weitertragen – in Planungsgesprächen, Sanierungsvorhaben und Neubauten. Dabei bleibt das Ziel klar: Unsere Sportstätten so zu gestalten, dass sie nicht nur ihre Nutzungszeit optimal erfüllen, sondern auch danach möglichst ressourcenschonend weiterverarbeitet werden können.
Ein herzlicher Dank geht an Colin Young sowie das Team der Hochschule Aalen für den offenen Austausch und die Impulse. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte.




